Der Buchhändler Weltbild reagiert auf die bevorstehende Konkurrenz bei Tablets durch den Online-Versandhändler amazon und bringt demnächst sein eigenes Tablet heraus.
Das Gerät ist mit seinem 8 Zoll großen kapazitiven Multi-Touch-Display etwas größer als der Kindle Fire von amazon. Ansonsten sind die weiteren Hardwarevorraussetzungen ähnlich. Als Prozessor dient ein auf 1,2 Ghz getakteter Cortex A8 Prozessor und es es stehen 512 MB Arbeitsspeicher zur Verfügung. Die 4 GB interner Speicher fallen etwas klein aus, lassen sich aber mit einer microSD-Karte erweitern. WLAN ist natürlich ebenfalls vorhanden.
Die Auflösung des Displays ist für mich mit 800 x 600 Pixeln etwas klein geraten, aber normal für ein Touchpad dieser Preisklasse. Die Anschlüsse können sich dafür sehen lassen: Mini-USB, Mini-HDMI und der Speicherkarten-Slot lassen keine Wünsche offen. Auch dem eigenen Navi kann man getrost Adé sagen, denn ein GPS-Empfänger ist ebenfalls vorhanden und das Android OS liefert eine Navigationssoftware ebenfalls frei haus.
Da ist aber auch der größte Manko des Gerätes. Auf dem Tablet ist als OS nur Android 2.3 installiert, welches Flash unterstützt und von Weltbild als “updatefähig” angegeben wird. Recherchiert man jedoch im Netz, kommt man sehr schnell zum Ergebnis, dass Android 3.0 oder 4.0 nicht vorgesehen sind. Der Android-Market ist aber auf jeden Fall installiert und muss nicht über Umwege auf das Gerät gebracht werden.
Um das ganze als wirkliches Konkurrenzprodukt zum Kindle Fire zu vertreiben, wird das Touchpad für den Preis von 159,99 Euro angeboten. Dieser Kampfpreis kann jedoch nur dadurch erreicht werden, indem man das Tablet unter Wert anbietet.
Mein Fazit:
Das Gerät würde heute noch auf meinem Schreibtisch liegen, auch wenn es wohl nur aus billigem Kunststoff ist, wenn ich mir nicht vor kurzem das HP Touchpad bestellt hätte, da der Preis meines erachtens einfach unschlagbar ist. Da mir jedoch bis jetzt keine Tests vorliegen, kann ich diese Einschätzung leider nur aus meiner Erfahrung und den Hardware-Eckdaten bekunden. Aber vielleicht kann ich ja Artur dazu überreden, sich das Gerät zu kaufen und ausgiebig zu testen. Mal sehn was seine Frau und sein Geldbeutel dazu sagt.
