Um einer möglichen Klage zu entgehen und auch um den eigenen Ruf zu waren, stellt Facebook zwei Datenschutzbeauftragte ein und lässt den Benutzer über jede Änderung – des Datenschutz betreffend – abstimmen.
Das heißt im Klartext, die US Handelskommission FTC (Federal Trade Commission) hat sich in weiten Teilen durchgesetzt. Man könnte auch sagen, Facebook hat durch sein Einlenken der FTC recht gegeben und entgeht durch dieses Eingeständnis einer Klage.
Für den Facebook-Nutzer heißt dies folgendes: Für alle nun folgenden Änderungen in den Privatsphäre-Einstellungen des Nutzers wird Facebook in Zukunft um Erlaubnis fragen. Im Umkehrschluss heißt dies jedoch auch, dass alle bis Dato bisherigen Einstellungen ohne Erlaubnis weiter geführt werden.
Das klingt ja alles schön und gut, jedoch gibt es noch einen Hintertür, die mich bei der ganzen Sache noch stört. Gibt es keine Privatsphäre-Einstellungen zu einer den User-Daten entsprechenden Funktion Facebooks, kann auch nicht um Erlaubnis gefragt werden. Solche fälle sind unter anderem bei der von dem Sozialen Netzwerk genutzten Gesichtserkennung und beim Frictionless Sharing. Dieses kann der einzelne Nutzer in seinen Privatsphäre-Einstellungen nämlich nicht steuern.
Sollte Facebook diese Lücke nun weiter verfolgen, bringt das angebliche “Mehr” an Datenschutz der gesamten Facebook-Gemeinde nur ein trügerisches “Mehr”. Im Endefekt würde dann hinter unserem Rücken über unsere Daten und deren Nutzung entschieden, ohne Möglichkeiten dieses aus zu schalten.

30/11/2011 @ 20:17
Formal, kann man fast behaupten, dass Facebook nach und nach verstaatlicht wird
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