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Review: Apple iPhone 4S und die Spracherkennung Siri

Heute hab ich das Apple iPhone 4S zwischen meine Finger bekommen und dann natürlich ausführlich getestet und fotografiert. Vorwegnehmend muss ich sagen, ich bin von Apples Spracherkennung Siri begeistert, auch wenn es noch kleine Kinderkrankheiten hat.

Aber erst mal wollen wir uns das iPhone 4S angucken. Der Inhalt sollte zwar altbekannt sein, aber ich werde ihn dennoch einmal auflisten. Im inneren taktet ein A5 Dual-Core Prozessor mit nur 800 Mhz, in Betracht zum Samsung Galaxy S2 mit seinen 1,2 Ghz klingt das gering, ist aber nicht zu merken. Mag aber an dem speziell auf die Hardware zugeschnittenen Betriebssystem iOS 5 liegen. Jedenfalls sind bei der Performance keine Abstriche zu erkennen.

Beim Arbeitsspeicher ist ähnliches festzustellen, hier sind nur 512 MB verbaut welche aber in der Geschwindigkeit ebenfalls nicht ins Gewicht fallen. Der Speicherplatz ist aber bei der günstigsten iPhone 4S Version mit 16 GB üppig.

Das Retina Display ist in meinen Augen eines der besten auf dem Markt. Leider sind bei meinen Fotos JPG-Artefakte entstanden und ich kann die Brilliants somit nicht so gut darstellen. Die Auflösung liegt bei 960 x 480 Pixel bei 326 ppi.

Die 8 Megapixel Kamera ist ebenfalls überragend. Für die Qualität der Cam ist Apple ja bereits bekannt, doch ich wusste nicht, dass die Auslösegeschwindigkeit so fix ist.

Ansonsten sind natürlich auch die üblichen Standards an Bord, wie WLAN, GPS und Bewegungs- sowie Lagesensor.

Aber jetzt einmal zu meinen Pros des Gerätes. Das App iMessage ist einfach fantastisch um an andere iPhone Nutzer Nachrichten zu schicken, da diese ohne weiteren Kosten über das Netz geschickt werden. Nutzt man in iMessage SMS fallen natürlich die Kosten des Netzbetreibers an. Hier ist auch die Spracherkennung zu erwähnen, welche sehr sauber die eingesprochenen Worte erkennt.

Von den Möglichkeiten, die der GPS-Empfänger bereit stellt, bin ich ebenfalls begeistert. Mir geht es hierbei nicht darum, dass es die Position korrekt erkennt – das geschieht natürlich. Nein, eher darum dass es mit dem Terminkalender verknüpft ist und man sich an bestimmte Dinge Positionsbedingt erinnern lassen kann. Ein Beispiel wäre: Erinnerung an eMail versenden, wenn ich zu Hause eintreffe.

Der Browser rendert die aufgerufen Internetseiten ebenfalls richtig fix, was mich positiv gegenüber Android überrascht hat. Der integrierte Webspeicher iCloud ist ebenfalls für BackUp-Aufgaben in meinen Augen super gelöst und verhindert den Datenverlust.

Contra muss ich dem iPhone auf jeden Fall bei der Akku-Leistung geben. Angeblich sollte das neue Update ja die Akkuleistung verbessern, dass den Versprechungen des Herstellers immer noch hinterher hingt. Der alte Witz, “was ein iPhone Nutzer den als erstes mache, wenn er einen Raum betritt”, funktioniert hier immer noch einwandfrei. Er sucht nämlich eine Steckdose für sein Ladegerät.

Der Akku wäre somit auch das einzige, was mich vom Kauf eines iPhones abhalten würde, da ich wie immer von Apples guten Zusammenspiel von Hardware und Software begeistert bin.

Jetzt will ich aber zur Spracherkennung Siri kommen, welches immer noch feststellbare Kinderkrankheiten in sich trägt. Hier fällt das Beta-Stadium auf. Aber fangen wir mit den guten Seiten an.

Die Spracherkennung muss sich nicht, wie man von Microsoft gewöhnt ist, erst einmal auf den Benutzer einstellen. Sie funktioniert in ihren Möglichkeiten sofort. Auch Namen im Adressbuch werden von Siri sauber erkannt.

Doch nun zu den Kinderkrankheiten. Will ich zum Beispiel mittels Siri eine Nachricht über iMessage verschicken, darf in der Ansprache keine Datums- oder Zeitangabe sein, da Siri ansonsten versucht diese in den Kalender einzutragen.

Ebenfalls fiel auf, das bei einem auf deutsch eingestellten Siri die Erkennung von englischen Song- oder Künstlernamen der eigenen Playlist nicht erkennt. Bei einem auf englisch eingestellten Siri ist dies dann bei deutschen Song- und Künstlernamen ebenfalls der Fall. Ein ähnliches Problem tritt ebenfalls bei Eigennamen auf, diese können Siri aber nachträglich beigebracht werden.

Ein Zögern führt bei einer Spracheingabe zu einem Missverständnis bei Siri. Wird Siri eingeschaltet und der Anwender zögert, da er noch überlegen muss, gibt Siri nach einer Zeit an, dass die Eingabe nicht verstanden wurde.

Aber im Ganzen ist Siri ein super Spielzeug, welche durch die Kinderkrankheiten nicht jeden Anwendungsfall beschleunigt. Wenn es ausgereift wäre, würde es auf jeden Fall zu einer Arbeitshilfe reifen. Der Spielfaktor ist auf jeden Fall hoch und missen würde ich es trotz der Kinderkrankheiten nicht.

Im Ganzen ist das iPhone 4S das vollständigste Smartphone, welches ich je kennen gelernt habe. Vor dem Test war ich immer ein Android-Verfechter, nun schiele ich unverhohlen auf die andere Seite und hätte gerne selber ein solches Handy. Da hilft leider nur Sparen.

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Autor: Jan

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